Staffelmedaillen und Finalteilnahme bei Europameisterschaft für Bochumer Schwimmer
19.08.2026
Die Europameisterschaften in Paris sind für den Deutschen Schwimmverband erfolgreich verlaufen. Der Aufwärtstrend im deutschen Schwimmsport hat mit 14 Medaillen im Beckenschwimmen sich fortgesetzt. Damit hat der DSV insgesamt den 3. Platz im Medaillenspiegel nach Anzahl der Medaillen zusammen mit Großbritannien belegt.
Highlight der Europameisterschaft war sicherlich der Titel und Weltrekord von Johannes Liebmann über die 1.500 Meter in einer Zeit von 14:26,79.
Auch die beiden Aktiven von Team Bochum Jarno Bäschnitt und Lucas Matzerath haben nachhaltig zu dem erfreulichen Gesamtbild des DSV beigetragen.
Jarno Bäschnitt als Garant für Staffelmedaillen
Jarno Bäschnitt war leistungsstarker Teil der 4x200 Meter Freistilstaffeln. In der Männerstaffel gewann die DSV Staffel Bronze. Jarno Bäschnitt konnte dabei mit der schnellsten Zeit der vier Staffelschwimmer von 1:45,10 wesentlich zum Medaillengewinn beitragen. Zwischenzeitlich hatte er die Staffel auf Platz 2 nach vorne geschwommen. Am Ende jubelten die vier Schwimmer über die Bronzemedaille und einen tollen Einstand für den DSV in die Europameisterschaft.
Am vorletzten Tag standen dann die 4x200 Meter Freistil Mixed auf dem Programm. Im Vorlauf konnte das DSV Quartett in der Besetzung Jarno Bäschnitt, Timo Sorgius, Nicole Maier und Maya Tobehn mit Platz 3 ungefährdet die Finalteilnahme sichern. Da die DSV Nationalmannschaft wieder breiter aufgestellt ist, konnten die Bundestrainer auch noch einmal Veränderungen in der Aufstellung für das Finale vornehmen. Zusammen mit Olympiasieger Lucas Märtens und Linda Roth gewannen Jarno Bäschnitt und Maya Tobehn in einem spannenden Rennen am Ende die Silbermedaille. Dabei schwamm die Staffel im Finale in einer Podestzeit von 7:25,44 noch einmal 6,5 Sekunden schneller als im Vorlauf.
Neben seiner Rolle als verlässlicher Schwimmer in Freistilstaffeln hatte sich Jarno Bäschnitt einen Einzelstart über seine Paradestrecke 200 Meter Freistil gesichert. Mit Platz 11 im Vorlauf konnte er dann im Halbfinale starten, in dem er mit Platz 10 knapp am Finale der besten acht vorbei schwamm.

Brust-Ass Lucas Matzerath mit neuer persönlicher Bestzeit
Gleich drei Einzelstarts hatte Brustspezialist Lucas Matzerath. Den Anfang machten die 100 Meter Brust an Tag 1. Dass der Saisonaufbau mit Trainer Mark Jayasundara stimmte, zeigten seine Saisonbestzeiten in Vorlauf in 0:59,59 und noch einmal gesteigert im Halbfinale mit 0:59,39. Leider reichte diese Zeit nur zu Platz 10 in dieser traditionell in Europa sehr starken Lage im Halbfinale. Am Mittwoch standen dann die 200 Meter Brust auf dem Zeitplan. Mit einer neuen persönlichen Bestzeit in 2:10,07 konnte sich der Student der Elektrotechnik den Einzug ins Finale sichern. Lucas hatte sich vorgenommen, erstmals die Schwelle von 2:10 Minuten zu unterbieten. Leider klappte dies im Finale trotz einer schnellen Zeit von 2:10,67 nicht ganz.
Abschließend standen dann noch die 50 Meter Brust auf dem Wettkampfplan. Als Drittbester deutscher Starter verpasste er hier den Einzug ins Halbfinale. Dazu hatten die Bundestrainer ihn für die 4x100 Meter Lagenstaffel Mixed im Vorlauf aufgestellt, die für den DSV eine weitere Finalteilnahme sicherte. In veränderter Besetzung ohne Lucas Matzerath reichte es dann im Finale zu Platz 5.

Betreut wurden die Schwimmer im Vorbereitungslehrgang in Saarbrücken und in Paris vor Ort unter anderem durch den Bochumer Chef-Trainer Mark Jayasundara. Er zeigte sich am Ende zufrieden sowohl mit der DSV Gesamtleistung als natürlich auch mit der Entwicklung seiner beiden Schützlinge, die er im täglichen Training in Bochum betreut.
Aufmerksam verfolgt von den Bochumer Trainingskollegen sind die Leistungen ein weiterer Schritt in der Entwicklung von Team Bochum. Mit Neuzugängen im Trainerteam und einem verfeinertem Nachwuchskonzept wird in Bochum schon intensiv an der neuen Saison gearbeitet.
Text: Roman Makowski





