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Blau-Weißer Kampfgeist in Bocholt

Medaillenregen auf der Mitteldistanz & starke Premieren!

15.06.2026

Bocholt, 14. Juni 2026. Was für ein phänomenales Rennwochenende für den SV Blau-Weiß Bochum! Beim traditionsreichen Aasee-Triathlon in Bocholt zeigten unsere Athletinnen und Athleten auf allen Distanzen vollen Einsatz, feierten emotionale Premieren und sicherten sich sensationelle Podiumsplätze bei den NRW-Meisterschaften auf der Mitteldistanz. Neben den sportlichen Erfolgen stand vor allem eines im Fokus: Ein überragendes Vereinsmiteinander bei unserem geliebten „Picknickrennen“!

Liga-Debüts mit Bravour gemeistert

In der Landesliga Mitte – der untersten Herrenliga, in der erfreulicherweise auch Mixed-Teams an den Start gehen dürfen – schickte Blau-Weiß ein hochmotiviertes Quartett auf die Sprintdistanz. Für Paula Stanka und Viktoria Schulze Lammers stand an diesem Tag ein ganz besonderer Meilenstein an: Es war ihr allererster Start in der Liga überhaupt! Zusammen mit Brian Velasquez Duarte und Moritz Hertwig bissen sie sich durch das hochkarätige Feld. Am Ende belohnte sich das Team mit einem starken 17. Platz (von 25 Mannschaften) und bewies, dass in Zukunft definitiv mit ihnen in der Liga zu rechnen ist.

Auch das zweite Damenmannschaft schlug sich in der Oberliga der Frauen absolut beachtlich. Das Trio bestehend aus Anna-Sophia Karl, Natalia Dettmann und Melina Block reiste ebenfalls mit keiner oder nur sehr wenig Ligaerfahrung nach Bocholt. Auf der schnellen Sprintdistanz gaben die drei alles und sicherten sich im extrem dichten Feld einen hervorragenden 23. Platz von insgesamt 33 gestarteten Teams. Ein toller Erfolg!

Podiumskrimi und Technik-Chaos auf der Mitteldistanz

Besonders emotional und spannend wurde es auf der Mitteldistanz, in deren Rahmen in diesem Jahr die offiziellen NRW-Meisterschaften ausgetragen wurden. Drei Blau-Weiße kämpften um die Landestitel, während vier weitere Starter das offene Feld aufmischten. Die äußeren Bedingungen meinten es eigentlich gut: 18 Grad Lufttemperatur boten perfektes Rennwetter. Das Wasser im Aasee war jedoch fast ebenso „kalt“, weshalb der Neoprenanzug für die 2 km lange Schwimmstrecke Pflicht war.

Nach dem Wechsel ging es auf die flache, 30 km lange Radstrecke, die überwiegend über eine Bundesstraße verlief. Doch wer dabei an leichte Bedingungen dachte, irrte gewaltig! Während auf dem Hinweg noch alles rund lief, entwickelte sich der Rückweg zum echten Härtetest: Ein heftiger Gegenwind drückte die Geschwindigkeiten um gut 10 km/h nach unten und forderte massiven Krafteinsatz. Zu allem Überfluss wurde es in der letzten Radrunde noch einmal richtig knifflig: Die Schüler- und Jugendwettbewerbe wurden gestartet. Unsere Athleten hatten plötzlich das gesamte Jugendfeld kurz vor sich. Hier hieß es: Höchste Aufmerksamkeit, Tempo drosseln und mit viel Vorsprung sicher vorbeimanövrieren.

Auf der abschließenden Laufrunde mussten sage und schreibe 8 Runden à 2,5 km absolviert werden. Eigentlich sollte eine elektronische Tafel den Athleten dabei helfen, sich nicht zu verzählen – doch die Technik streikte komplett! Was macht man da als Blau-Weißer? Man hilft sich selbst. Kurzerhand glichen die Starter auf der Strecke bei jedem Vorbeilaufen im Vorbeigehen gegenseitig ihre Rundenzahlen ab. Wahres Teamwork!

Am Ende kamen alle sieben Blau-Weiß-Starter glücklich und erschöpft in hervorragenden Zeiten zwischen 4:49:24 und 5:53:47 Stunden ins Ziel. Und die Medaillenausbeute ist schlichtweg phänomenal:

  1. Max Krumland (4:49:24) – sicherte sich sensationell den Vize-NRW-Meisterschaftstitel in der AK M25!
  2. Henry van der Smagt (5:21:15) – erkämpfte sich in der NRW-Meisterschaftswertung den hervorragenden 3. Platz in der AK M20!
  3. Christina Süfke (5:38:07) – holte sich den verdienten Vize-NRW-Meisterschaftstitel in der AK W30!
  4. Paula Striffler – finishte ihre allererste Mitteldistanz überhaupt und belohnte sich im offenen Feld direkt mit dem 2. Platz in der AK W30! Nach dem Zieleinlauf war sie verständlicherweise geschafft, aber einfach nur glücklich.

Natürlich waren wir auch auf allen anderen Distanzen vertreten – auf der Bocholter Distanz die etwas länger als eine Kurzdistanz ist traten Oliver Ruhnke (AK M60 3 Platz), Felix Ehlert, Benjamin Brehmer (alle kurz nach Zieleinlauf auf dem Foto) sowie (nicht auf dem Foto) Mette Schmitz und Vito Eichwald an.

Support der Extraklasse: Wenn der Trainer Kilometer sammelt und Vereinskollegen laut werden

Ein Erfolg wie dieser entsteht nicht nur auf der Strecke, sondern vor allem auch am Streckenrand. Ein riesiger Dank geht an die zahlreichen Vereinskameraden, die extra als Supporter nach Bocholt reisten, um vor dem Schwimmstart und an der Laufstrecke für ohrenbetäubenden Lärm zu sorgen.

Allen voran Trainer und Profitriathlet Jonathan Homberg: Er verlegte sein eigenes Training kurzerhand nach Bocholt. Vor dem Start motivierte er die Teams, absolvierte seine eigene Laufeinheit, während die Athleten im Wasser waren, spulte seine Radeinheit ab, während das Feld auf der Bundesstraße kämpfte, und stand pünktlich zum Laufen wieder goldrichtig an der Strecke, um jeden Einzelnen nach vorne zu peitschen. Selbst Vereinsmitglieder, die nur eine Woche später beim berüchtigten Ironman Frankfurt an der Startlinie stehen würden, reisten an, um das Team anzufeuern.

Fazit: Es war wieder einmal ein rundum gelungenes Vereinsmiteinander, das zeigt, was unseren Verein ausmacht. Herzlichen Glückwunsch an alle Finisher – wir sind stolz auf euch! Blau-Weiß Olé!