Rad am Ring 2022
Radsportfestival auf der Nordschleife
26.07.2022
Am 22.07.2022 zogen 10 Blau Weiß Bochum – Sportler aus, um beim 24 Stunden Rennen am Nürburgring ihre Möglichkeiten des Schlafentzuges zu erproben. Für die drei gemeldeten 4er Teams fehlten durch kurzfristige Erkrankungen zwei Radler, welche jedoch schnell ersetzt wurden durch einen radsportbegeisterten Arbeitskollegen und eine Anleihe bei den Tri Geckos Dortmund.
Nachdem die Karawane bepackt war mit allem, was man bei einem zweitägigen Event so braucht (Zelte, Kühlschrank, Grill und andere Möbelstücke), ging’s mit zwei Bussen und zwölf Fahrrädern auf nach Nürburg.
Aus sportlicher Sicht gibt es von den ersten 24 Stunden nicht viel zu berichten, hier stand der Party-Festival-Aspekt deutlich im Vordergrund. Aber auch diese Disziplin will trainiert werden!
Am Samstag den 23.07.2022 um ca 12.50 Uhr wurde es jedoch „ernst“.
Nach Alter und Schönheit sortiert starteten die Startfahrer der drei Teams ins 24 Stunden Rennen über die Nordschleife des Nürburgrings.
Team BW Bochum 1/ „Bis einer weint!“ bestand aus Startfahrer Michael Laursen, Yvonne Schäfer (Tri Geckos Dortmund), Martin Degen und Eva Böde.
Im Team BW Bochum 2/ Royal Reserve radelten Startfahrer Carsten Hesse, Christian Rachni, Marcel Berendt und Rüdiger Schwerdtner.
Im Team mit den sprühenden Funken unter den Laufrädern BW Bochum 3/ Laktatloks ließen es Lars Kalender, Henri Kommorowski, Jörg Görres und der zukünftige Hawaii-Starter Thomas Jäger so richtig krachen.
Für die nächsten 24 Stunden hieß es nun, immer einen Fahrer des Teams auf die Strecke zu schicken um möglichst viele Runden zu sammeln. Eine Runde auf der Nordschleife bedeutet ca 26km und 530 Höhenmeter. Von Runde zu Runde wussten alle Radler die Strecke mehr und mehr zu schätzen. Flog man noch die ersten 11km im irren Tempo zum tiefsten Punkt der Strecke, genannt „Bergwerk“, galt es von dort, die 530 Höhenmeter zurück zum Fahrerlager zu klettern. Über „Kesselchen“, „Klostertal“ und „Karussell“ blieb die Tachonadel häufig bei erschreckend wenig km/h stehen um dann einige Meter weiter auf der berüchtigten „Hohen Acht“ im einstelligen Bereich zu bleiben.
Konnte das Team BW Bochum 1 auch nicht so viele Runden sammeln, wie die wilden Laktatloks, so blieb der Downhill-Rekord bei Michael Laursen mit satten 102 km/h.
Jedoch blieb BW Bochum 3 wie erwartet das Team mit den meisten Bochumer Runden. Besonders stark in diesem Team war die Leistung von Youngster Henri Kommorowski, der seinen erfahreneren Kollegen in nichts nachstand. Auch am Teamgeist scheiterten sie nicht: die letzte Runde fuhren sie, nach zum Teil über 200km und über 4000 Höhenmetern in den Beinen, gemeinsam. Am Ende belegten sie Platz 24 von 169 gemeldeten Teams.
Team BW Bochum 2 konnte mit Platz 45 ebenfalls eine hervorragende Leistung zeigen, ebenso wie BW Bochum 1 auf Platz 77. Wichtiger als Platzierung und sportlicher Erfolg bei diesem Event, waren tatsächlich der Teamgeist, die gegenseitige Unterstützung und der Zusammenhalt der Sportler. All das hat bei den drei Bochumer Teams herausragend funktioniert und die Schlussfolgerung kann nur sein: Nürburgring – we‘ll be back in 2023!!
(Eva Böde)





